Allerseelen

Allerseelen am 2. November

Ein Tag nach Allerheiligen wird in der katholischen Kirche Allerseelen begangen. Dieser Tag dient dem Gedächtnis der Verstorbenen, aller Seelen, eben. Durch Gebet, Fürbitte, Almosen und Friedhofsgänge gedenken die Menschen aller Armen Seelen im Fegefeuer und wenden ihnen Ablässe zu. In der römisch-katholischen Kirche hat der Allerseelenablass daher eine besondere Bedeutung.

 

An Allerseelen finden auch auf vielen Friedhöfen Gräbersegnungen statt.

 

Ursprung Allerseelen

Der Allerseelentag am 2. November geht auf Abt Odilo von Cluny (961/962-1049, Heiliger) zurück; er hat diesen Gedenktag in allen von Cluny abhängigen Klöstern eingeführt.

 

Der Allerseelentag steht theologisch in enger Verbindung mit der Lehre vom Fegefeuer (Reinigungsort, Purgatorium) als Ort der Läuterung der Verstorbenen, die Hilfe von den Lebenden durch Gebet, Fasten und Almosen erhalten.

 

Nach altem Volksglauben stiegen die Seelen der Verstorbenen an Allerseelen vom Fegefeuer auf und ruhten für kurze Zeit aus.

 

Ewigkeitssonntag bzw. Totensonntag

Auch in der evangelischen Kirche wird an einem bestimmten Tag im Jahr der Verstorbenen gedacht, allerdings am Ewigkeitssonntag auch bekannt als Totensonntag. Dieser ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag, was ihm zum letzten Sonntag im Kirchenjahr macht. Damit findet der Ewigkeitssonntag zwischen dem 20. und 26. November statt.

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