Seit wann feiern wir den Tag der deutschen Einheit

Tag der deutschen Einheit - 3. Oktober

Den Tag der deutschen Einheit feiern wir im Gebiet der ehemaligen BRD schon seit 1963. im Jahr 1963 war der 17. Juni zum Tag der deutschen Einheit erklärt worden, damit sollte an den Tag des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 erinnern.

 

Mit der Wiedervereinigung 1990 brauchte man aber nun einen neuen gesamtdeutschen Nationalfeiertag, der den alten Tag der deutschen Einheit der BRD und den Tag der Republik am 7. Oktober (Nationalfeiertag der DDR) ablösen konnte.

 

Großes D und kleines d machen beim Tag der Einheit den Unterschied

Daraufhin erklärte man den 3. Oktober zum Tag der Deutschen Einheit. Mit großem D statt wie am 17. Juni mit kleinem d. Also ein D mit Folgen.

 

Festgesetzt wurde der 3. Oktober im Einigungsvertrag 1990. Seit 1990 findet zu diesem Tag nun immer ein Bürgerfest bzw. offizielle Feierlichkeitn statt.

 

Damit konnte sich der 9. November, der Tag des Mauerfalls als neuer gesamtdeutscher Nationalfeiertag nicht durchsetzen. Das lag aber daran, dass das Datum bereits historisch belegt ist und zwar mit der Reichspogromnacht 1938. Die Reichsprogromnacht, teilweise auch (Reichs-)Kristallnacht genannt, fand in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 statt. Es waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung im gesamten Deutschen Reich. Im gesamten Zeitraum, vom 7. bis 13. November wurden dabei etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Damit ist wohl sehr verständlich, warum ein 9. November wenig zum neuen deutschen Feiertag taugte und man sich gegen diesen Tag entschied.

 

Tag der Deutschen Einheit zum Steuer sparen

1995 wurde ja der Buß- und Bettag als gesamtdeutscher Feiertag abgeschafft um die Pflegeversicherung zu finanzieren. 2004 kam die Bundesregierung auf eine ähnlich nette Idee. 2004 fiel der Tag der Deutschen Einheit auf einen Sonntag. Zukünftig wollte man dann diesen Tag zu einem beweglichen Feiertag machen, der immer am ersten Sonntag im Oktober gefeiert werden soll. Daraus erhoffte man sich Steuermehreinnahmen von 500 Millionen Euro. Dieser Plan fand aber wenig Gegenlieber, auch Bundespräsident Horst Köhler widersprach ihm und so wurde das Vorhaben dann doch wieder aufgeben.

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